Wie berechne ich selbst meine voraussichtliche gesetzliche Altersrente

Wie kann ich selbst relativ schnell und einfach überschlagen, welche gesetzliche Altersrente mir im Ruhestand zur Verfügung stehen wird?

Am einfachsten, ich nehme dazu die sog. (mir als Angestellter jährlich zugeschickte) Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zur Hand.

Hier finden sie den Punkt Höhe ihrer künftigen Regelaltersrente. ¬†Ausgangspunk sollte die hier aufgeführte Zahl sein. Nehmen wir an, hier steht 1.000 Euro. Ich rechne hier mit den Werten der jeweils geringsten Abzüge:

1.000 ‚ā¨ Mtl. Bruttorente laut Renteninformation
–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 73 ‚ā¨ Anzüglich des ¬Ĺ Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung von 7,3-8,2% je nach Zusatzbeitrag
–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 23,5 ‚ā¨ Abzüglich des vollen Beitrages zur Pflegeversicherung 2,35 %
–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 100 ‚ā¨ Abzüglich der durchschnittlichen Einkommensteuer ca. 10-15%
= 803,5 ‚ā¨ Netto-Altersrente nach heutiger Kafkraft
 z.B. 83 Euro als voraussichtliche verbleibende Kaufkraft von heute 100 Euro bei Renteneintritt bei einer angenommenen Inflation von 1,5 %.

Also Faktor 0,83.

x 0,83

 

Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes (Inflation) von 1,5 %. Siehe dazu in der Renteninformation den Abschnitt ‚ÄěRentenanpassung‚Äú das Stichwort Kaufkraftverslust und den dort angegeben Wert im Verhältnis zu 100 Euro.
= 666,91 ‚ā¨ Regelaltersrente nach heutigen Annahmen

 

Guido Kirner

Jahrzehnte gebuckelt, wenig verdient, kaum Rente

Das Thema Altersvorsorge¬†hat sich bei Kunden allmählich verbraucht, obgleich das Thema an Bedeutung gewinnt. Denn¬† eines wird immer offensichtlicher: die Brisanz der künftigen Altersarmut in Deutschland. Die Zahl derjenigen, welche die gesetzliche Rente als das alleinige Heilmittel für eine ausreichende Altersversorgung im Alter sehen, verflüchtigt sich auf eine geringe Zahl Wohlfahrtstaatsromantiker, während die Zahlen aus Wissenschaft und die Versuche der Politik zur Gegensteuerung die Problemlage nicht mehr leugnen.

Auch wenn die Arbeitsministerin von der Leyen mit ihrem Gesetzesentwurf zur Zuschussrente scheitern sollte, die vorgelegten Zahlen ihres Ministeriums offenbaren die Abwärtsspirale von der einstigen Vollversorgung hin zur Basisrente als Existenzminimum:

Wer als Arbeitnehmer derzeit weniger als 2.500 Euro im Monat verdient wird auch nach 35 Jahren Arbeit eine Rente unterhalb der Grundsicherung von 688 Euro erhalten. Auch wer 40 Jahre arbeiten und dabei knapp 3000 Euro verdienen würde, wird es nach dem Jahr 2030 wohl kaum über die 1000 Euro Rente schaffen. Wenn man dabei nun noch die schleichende Geldentwertung berücksichtigt, wird es ganz schlimm. Die Rente wird kaum mehr für die Miete reichen.

Dass das Thema in der Bevölkerung trotzdem kaum mehr verfängt, wie Umfragen feststellen, dafür lassen sich mehrere Gründe anführen: Das Alter liegt in einer eh ungewissen Zukunft und dafür vorzusorgen wirkt für viele zu abstrakt oder sie sind bereits durch die Dauerbearbeitung in den Medien abgestumpft. Ferner haben wohl jene, die am meisten im Alter von Armut betroffen sein könnten, jetzt schon zu wenig Mittel, um sich überhaupt eine ausreichende private Vorsorge leisten zu können.

Ihnen bleiben der Fatalismus und die vage Hoffnung auf den Sozialstaat, auf dass er in Jahrzehnten überhaupt noch in der heutigen Form existieren wird. Schließlich ist die Verunsicherung angesichts der gravierenden Staatsverschuldungs- und Finanzkrise so groß, dass viele eh nicht wissen, wie sie finanziell am besten planen, selbst wenn die Bereitschaft dazu da wäre. Das Systemvertrauen schwinden umso mehr, je jünger die Jahrgänge.

Der politische Streit, ob nun die privat-individuelle (jeder für sich) oder die kollektiv-gesetzliche (alle für jeden) die richtige Weise der Finanzierung von künftigen Renten stellt sich nicht mehr als Alternative, sondern als notwendige Kombination. Das gesetzliche Umlageverfahren hat den großen Vorteil, nicht vom Kapitalmarkt abhängig zu sein, weil jetzige Arbeitnehmer die Rente der jetzigen Rentner bezahlen.

Wenn es angesichts sinkender Lebensarbeitszeiten und Geburtenraten immer weniger Beitragszahler gibt, muss das Rentensystem zwangsläufig entweder über Schulden oder Steuern finanziert werden oder die Rentenzahlungen werden noch mehr gekürzt. Noch mehr Schulden für noch mehr Sozialleistungen oder noch mehr Steuern für immer höhere Staatsausgaben ist wohl kaum ein zukunftsträchtiges Konzept, auch wenn das manche in der Politik noch nicht so recht begriffen haben. Weitere Kürzungen im gesetzlichen Rentensystem würde seinen Bestand kaum mehr rechtfertigen, zumal der jüngeren Generation eh schon blüht, was für Lasten auf sie zukommen, ohne noch viel davon zu haben.

Bleibt also nur die private Vorsorge. Doch was tun? Will er nicht resignieren muss er Finanzprodukte kaufen. Der Deutsche wünscht sich dabei Sicherheit. Doch sämtliche Lehrbuchweisheiten auf die Frage, wie ich heute mein Geld für eine Zukunft in Jahrzehnten sicher anlegen kann, sind veraltet bzw. Makulatur. Einst sicher geglaubte Staatsanleihen verkörpern nur noch zinsloses Risiko. Die Aktienmärkte sind süchtig danach, dass billiges Geld in den Markt gepumpt wird. Was wird passieren, wenn hier das Ende der Fahnenstange erreicht ist? Die vielgepriesene Flucht in die Sachwerte als Alternative hat den Punkt der günstigen Gelegenheiten längst hinter sich gelassen. Es bleibt nur der schlaue Anlagenmix für jene, die können; und die unbarmherzige Nachricht, dass die Zeiten für jene, die kaum oder wenig vorsorgen können, nicht besser werden. Der politische Verteilungsspielraum schrumpft.

Dr. Guido Kirner (Polling / Weilheim i.OB)

 

Die Besteuerung von Berufsunfähigkeitsrenten

Über Bedeutung und Nutzen von privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen¬† (BUV) braucht man nicht zu diskutieren, allenfalls über die Qualität und Aktualität der Bedingungen und die Beachtung wichtiger Klauseln. Jeder Vierte in Deutschland kann inzwischen seine Arbeitskraft nicht bis zum Erreichen des Rentenalters einsetzen. Selbst bei sogenannten Schreibtischberufen trifft es jeden Zehnten.

Hat jemand eine BUV abgeschlossen und wird berufsunfähig, stellt sich die Frage, ob die Höhe der vereinbarten und ausgezahlten Rente reicht. In diesem Zusammenhang ist es bedeutsam zu wissen, ob ihm nicht auch noch der Staat etwas wegnimmt, d.h. die private Vorsorge zum Dank auch noch besteuert, obwohl er sie eigentlich nur abgeschlossen hat, weil der Staat entsprechende Leistungen gekürzt hat.

Das ist in der Tat der Fall, wenngleich nur in den seltensten Fällen und hier auch nur in bescheidener Höhe. Steuern zahlt aktuell in Deutschland überhaupt nur, wer ein Jahreseinkommen über dem sog. Grundfreibetrag von 8.004 Euro hat. Wäre also jemand allein auf die Zahlung einer BU-Rente angewiesen, so müsste er eine Rente von über 667 Euro abgeschlossen haben, damit sich die Frage der Besteuerung überhaupt stellt.

Erzielt jemand als Berufsunfähiger ein höheres Einkommen, muss er mit der Besteuerung seiner Rente rechnen. Dabei wird die Rente aus der Berufsunfähigkeitsversicherung als abgekürzte Leibrente betrachtet und mit dem sog. Ertragsanteil besteuert. Was bedeutet das?

Abgekürzte Leibrente bedeutet, dass die Rente nicht (was der Begriff Leibrente besagt) bis zum Lebensende ausbezahlt wird. Sie endet spätestens an dem vereinbartem Zeitpunkt, an dem der Vertrag ausläuft (zumeist 60, 65 oder inzwischen 67). Folglich spielt nicht das Alter der versicherten Person, sondern die Laufzeit für die Besteuerung eine maßgebliche Rolle. Das bedeutet, das verschiedene Laufzeiten eine unterschiedliche Besteuerung zugeordnet ist (siehe unten die Tabelle).

Je nach Laufzeit wird die BU-Rente mit einem bestimmten Ertragsanteil besteuert. Je kürzer die die Rentendauer, desto geringer ist der Anteil der Rente, die zu den steuerpflichtigen Einkünften zählen. Umgekehrt betrachtet ist der Ertragsanteil ein fiktiver Gewinnanteil, der sich mit der Länge der Laufzeit des Vertrages erhöht. Das geht aus der folgenden Tabelle hervor:

 

Laufzeit der Rente ab Beginn des Rentenbezugs Ertragsanteil in Prozent
5 7
10 13
15 17
20 21
25 26
30 30

 

Verdeutlichen wir das am besten anhand eines Beispiels: Ein Versicherungsnehmer wird mit 45 Jahren berufsunfähig. Der Betrag endet mit dem 65. Lebensjahr. Er bezieht aus dem Betrag eine BU-Rente von 1000 Euro.Sein Jahreseinkommen aus der BU-Rente beträgt also 12.000 Euro. Da die Laufzeit genau 20 Jahre beträgt, wäre der Ertragsanteil 21 Prozent.

Das bedeutet, er müsste von den 12.000 Euro nur 2.520 Euro mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Mit persönlichem Steuersatz meine ich hier, dass der Ertragsanteil der Rente mit dem gleichen Steuersatz versteuert wird, der für den Rest des Einkommens gilt.

In den allermeisten Fällen wird ein BU-Rentner kein allzu hohes Einkommen haben, also wird der persönliche Steuersatz eher niedrig sein. Gehen von dem unwahrscheinlichen Fall aus, der Steuersatz läge doch immerhin bei 20 % (weil Einkommen aus Mieteinnahmen uns Sonstigem für einen Single von insgesamt 30.500 Euro auflaufen). Von den 12.000 Euro Einkommen aus der BU-Rente würden dann 504 Euro wegversteuert. Die ‚ÄěNetto-Rente‚Äú würde dann also statt 1.000 Euro nur 958 Euro betragen.

In den wenigsten Fällen wird die Besteuerung stark ins Gewicht fallen, es sei denn es ist eine sehr hohe BU-Rente vereinbart und es gibt nach der Arbeitsunfähig noch anderweitige hohe Einkommen.

ACHTUNG: Es gab und gibt Berater und Vertriebe, die haben die BUV als Steuersparmodell gekoppelt an eine sog. Basis-Rente bzw. Rürup-Rente verkauft. Hier ist zu beachten: wo der Staat ‚Äěschenkt‚Äú, nimmt er später. Wenngleich es stimmt, dass der Versicherungsvertrag in diesem Fall vorteilhaft in der Steuererklärung angesetzt werden kann, so stimmt es dann leider auch, dass die BU-Renten in der Bezugsphase wesentlich höher Besteuert werden. Im Jahr 2011 beträgt der steuerpflichtige Anteil 62 Prozent.

Dr. Guido Kirner, Finanzberatung & Versicherungsmakler, Weilheim i.OB

Einheitsrente für die Briten

Nach Überlegungen zur Aufhebung der Altesgrenze plant die britische Regierung eine Einheitsrente. Sie schlägt einen einheitlichen Rentensatz von 140 Pfund (644 Euro) im Monat vor. Er soll 2016 erstmals angewendet und an die Entwicklung der britischen Durchschnittslöhne angepasst werden.

Geltung hat er allerdings nicht für die jetzigen Rentner, sondern nur für die Berufstätigen, die in den nächsten Jahren pensioniert werden. Auch bekommt die neue Einheitsrente nur, wer zuvor 30 Jahre lang in die Sozialversicherung eingezahlt hat. Ein Anspruch entsteht erst nach dem siebten Jahr der Einzahlung.

Damit würde die doppelstöckige Rente mit einem vermögensabhängigen Zuschlag abgeschafft. ¬†Bisher erhielten britische Rentner eine kleine Staatsrente von umgerechnet knapp 400 Euro pro Monat. Einkommensabhängig konnte die Rente auf bis zu 600 Euro aufgestockt werden.

Ein Hauptmotiv für die Änderung ist, dass Berufstätige nicht privat für das Alter sparten, weil sie damit rechnen mussten, dass Ihnen der vermögensabhängige Zuschlag dann nicht ausbezahlt wird. Die britische Regierung, die sich aufgrund der Verschuldungs- und Finanzkrise auch auf anderen Gebieten zu radikalen Reformen gezwungen sieht, möchte nun das Gegenteil erreichen.

Möglicherweise kann man daran erkennen, wohin die Reise in der Altersvorsorge in Europa geht. Deutschland hat mit Einführung der in der Ansparphase staatlich und steuerlich geförderten Riesterrente (Zulagenrente), Rüruprente (Basisrente) sowie betrieblichen Altersversorgung (bAV) Anreize für private Altersvorsorge geschaffen. Nicht wenige vermuten, dass schon aus Gründen der Finanzierbarkeit die Gesetzliche Rente ebenfalls auf eine Art Basisabsicherung auf niedrigem Niveau hinauslaufen wird. Die Ära, wo manche von der staatlichen Rente gut leben konnten, geht ihrem Ende entgegen (außer vielleicht für die üppigen Beamtenpensionen, die dafür noch nicht einmal Sozialabgaben entrichten mussten).

Wer anderes verkündet, lebt in einer Welt politisch naiver Wünschbarkeiten, ohne sich die Frage der Ausfinanzierung von künftigen Renten zu stellen, zumal die deutschen Sozialversicherungssysteme schon heute trotz hoher Sozialabgaben zusätzlich durch Steuermittel finanziert werden müssen. Wer die Notwendigkeit der privaten Altersversorgung kleinredet oder gar verpönt und die staatlichen Systeme immer noch für das Maß aller Dinge hält, der lebt in einer Welt von gestern. Das darf er. Nur seriöse Finanz- und Sozialpolitiker dürfen sich diese Nostalgiker nicht nennen.

Dr. Guido Kirner, Finanzberater und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB

Die drei Hürden der Altersvorsorge

Das Thema Altersvorsorge wirkt auf die meisten in etwa so spannend wie das Wörtchen Kopfkissenbezug. Der Nutzen und die Notwendigkeit ist geläufig, doch auch hier herrscht oft die Einstellung, was du heute nicht willst besorgen, dass verschiebe auf morgen. Dabei ist es schon finanzmathematisch erwiesen: Wer früher anfängt erreicht mit niedrigen Beiträgen mehr als jemand der spät anfängt mit hohen Beiträgen (Zinseszinseffekt). Die erste Hürde besteht also darin, sich mit dem Thema überhaupt auseinandersetzen zu wollen.

Wer sich einmal dazu entschlossen hat seine Rente aufzubessern, der steht vor neuen Hürden: Wie soll ich sparen? Seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes 2005 ist die Altersvorsorge in drei Schichten unterteilt und in jeder Schicht greifen andere Regeln:

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Unterschiedliche steuerliche Absetzbarkeit und Förderung beim Ansparen

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Unterschiedliche Besteuerung bei Rentenbezug

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Unterschiede im anspruchsberechtigen Personenkreis

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Unterschiede in der Verfügungsberechtigung und in den Auszahlungsweisen

In der 1. Schicht findet sich die sog. Basis-Rente bzw. Rüruprente gemeinsam mit der Gesetzlichen Rentenversicherung und den Versorgungswerken für Freiberufler. Diese Schicht dient der Ansparung einer Grundversorgung für das Rentenalter. Die Basis- bzw Rüruprente versteht sich als eine Parallelkonstruktion zur Gesetzlichen Rentenversicherung für Selbständige, die ihre Altersvorsorge steuerlich gefördert selbst mit eigenem Kapital aufbauen sollen.

In der zweiten Schicht ist die sog. Riester-Rente bzw. Zulagen-Rente geregelt sowie die betriebliche Altersversorgung (bAV). Hier winken Zulagen und/oder Steuervorteile in der Ansparphase, jedoch nur für Angestellte bzw. Personen, die Sozialversicherungsbeiträge abführen. Diese Schicht dient der Absicherung einer Zusatzversorgung, die steuerlich bzw. über Zulagen stark gefördert wird.

Beiden Schichten ist die staatliche Förderung über die steuerliche Absetzbarkeit und/oder über Zulagen in der Ansparphase gemeinsam. Im Gegenzug hat der Gesetzgeber einige Nachteile verfügt, insbesondere die nachgelagerte Besteuerung für die ausgezahlten Renten. Je weniger Rente ich im Alter zu erwarten habe und je mehr Steuern ich in Ausübung meines Berufs zu zahlen habe, desto lukrativer ist die Inanspruchnahme der staatlichen Förderung in der Ansparphasn, ganz abgesehen von den Zulagen für Kinder bei der Riesterrente.

Auch ist das Kapital erst nach Vollendung des 60. Lebensjahrs beziehbar: die Basis-Rente wie die gesetzliche nur als monatliche Auszahlung, bei der Riesterrente können bis zu 30% als Einmalbetrag ausbezahlt werden, bei der betrieblichen Altersversorgung habe ich kurz vor Auszahlung die Wahl, ob ich das Geld als Rentenzahlung oder als Einmalbetrag erhalten möchte.

In der dritten, der sog. ‚Äěprivaten‚Äú Schicht, erhalte ich keine Steuervorteile und Zulagen, dafür ist die Besteuerung im Alter von Vorteil, sei es durch die Ertragsanteilsbesteuerung bei Rentenzahlungen oder das Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung.

Nun ist die Verwirrung groß und es ist kein Wunder das immer noch Gerüchte, Meinungen und Vorurteile gegen staatlich geförderte Altersversorgung ihre Runde machen. Die Frage ist hier, ob ich mich genau informieren und professionell beraten lassen möchte, mir einfach etwas aufschwatzen lasse oder mich Abschotte nach dem Motto, lass mich mit diesem Thema in Ruhe.

Denn zuletzt folgt noch eine dritte Hürde: Wenn ich mich für einen Weg der zusätzlichen Altersversorgung entschieden habe, stellt sich noch die Frage, mit welcher Art Finanzprodukt ich dies tun möchte: in einem Bankprodukt oder einem Versicherungsprodukt? In einem mit mehr oder mit weniger Risiko? In einem Zinsprodukt oder mit einer Kapitalanlage? Bei einem eher bekannten Unternehmen oder einem Exoten? Welches Produkt macht mir das Versprechen, das zu mir passt?

Über diese drei Hürden sollten sie seriös beraten lassen, sie sollten sich genau über die Vor- und Nachteile der drei Schichten der Altersversorgung sowie über jene der entsprechenden Finanzprodukte und Möglichkeiten informieren (vorausgesetzt ihr Vermittler hat überhaupt eine Auswahl) und sie sollten darauf achten, dass ihr Berater dabei genau auf ihre Situation und Zukunftspläne eingeht.

Dr. Guido Kirner, Finanzplaner Weilheim i.OB

Weitere Informationen (auch kleine Lehrfilme) finden sich auch auf meiner Webseite:
betriebliche ALtersversorgung>>
Riesterrente (Zulagenrente)>>
Rüruprente (Basisrente)>>