Die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung

Beitragssätze steigen

Die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) steigen von 14,9 auf 15,5 Prozent. Die Regierung erhofft sich dadurch ca. 6,3 Mrd Euro Einnahmen in den Gesundheitsfond.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils 0,3 Prozent mehr.
Die Kassen müssen künftig steigende Gesundheitskosten über einkommensunabhängige Zusatzbeiträge ihrer Mitglieder finanzieren. Die meisten Kassen planen dieses Mittel erst ab 2012.
2011 wird das 11-Milliarden-Loch in der GKV durch die Beitragserhöhung und den geplanten Steuerzuschuss von 2 Mrd Euro gestopft.

Sozialausgleich

Wenn der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Kassen 2 Prozent des individuellen Arbeits- bzw. Renteneinkommens übersteigt, soll der Sozialausgleich wirken.. Dies wird von den Arbeitgebern bzw. Rentenkassen geprüft.
Liegt der Zusatzbeitrag z.B. bei 15 Euro für einen Beschäftigten, der nur 500 Euro verdient, dann würden bereits 10 Euro die 2-Prozent-Grenze übersteigen. Der Zusatzbeitrag müsste dann zwar an die Kasse überwiesen werden, jedoch müsste ihm der Arbeitgeber dann die 5 Euro erstatten, indem er sie vom normalen monatlichen Krankenkassenbeitrag abzieht. Wer den Zusatzbeitrag nicht überweist, verliert den Anspruch auf Sozialausgleich und muss ein Verspätungsgeld zahlen.
Wechsel in die Privatversicherung (PKV)
Bei einem Einkommen ab 4050 Euro im Monat kann schon nach einem statt erst nach drei Jahren in die PKV wechseln.

Sparpaket

Die Verwaltungskosten der Krankenkassen sollen auf den Stand des Jahres 2010 eingefroren werden. Krankenhäuser sollen im nächsten Jahr 500 Millionen und im Folgejahr 575 Millionen einsparen. Die Kassenärzte sollen ebenfalls einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen.
Honorarsteigerungen sollen auch begrenzt werden durch unterschiedliche Mittel: sog. Extrabudgetäre Leistungen“ (z.B. ambulantes Operieren, Vorsorge- und Früherkennung, Strahlentherapie, Dialysesachkosten) werden begrenzt.
Zahnärzte werden mit Einsparen von 20 Millionen und im Folgejahr 40 Millionen beteiligt. Sie dürfen ihre Preis nur begrenzt anheben.
Ferner sind weitere Maßnahmen geplant, die hier nicht weiter ausgeführt werden: Einschränkung der Hausarztverträge, Höhere Vergütungen nur bei Effizienzsteigerungen und Einsparungen usw.
Zusammen mit dem Pharmasparpaket sollen 3,5 Mrd Euro eingespart werden.

Steuerzuschuss

Nächstes Jahr zahlt der Bund zusätzlich 2 Mrd Euro on den Gesundheitsfonds. Bis 2014 soll der Sozialausgleich noch aus den Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds bezahlt werden können, ab 2015 wären zusätzliche Steuern notwendig.

Wer sich unsicher ist, sich aus diesem (wohl nicht besser werdenen) System zu verabschieden und plant, in die Private Krankenversicherung zu wechseln, sollte sich umfassend und professionell beraten lassen:
Dr. Guido Kirner
Infos zur PKV>>

Die Dreijahresfrist der Privaten Krankenversicherung fällt!

Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung soll bereits zum Jahreswechsel wieder erleichtert werden.Eine Sonderregelung macht den Wechsel sehr wahrscheinlich gleich zu Jahresbeginn 2011 möglich.

Die VORAUSSETZUNG ist: Das Gehalt des Wechslers liegt im Jahr 2010 über der Jahresarbeitsentgelt-Grenze von 49.950 Euro. Das geht aus dem Entwurf zum „Gesetz zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-FinG) hervor. Die Wechsel-Neuregelung soll noch 2010 in Kraft treten.

In dem Gesetzentwurf wird festgehalten, dass die alte Wechselregelung bereits zum 31. Dezember 2010 wieder in Kraft tritt. Der Entwurf ist nach den Gesprächen mit den Gesundheitsexperten der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP jetzt in der Ressortabstimmung und soll vom Bundeskabinett im September formell verabschiedet werden.

Damit können diejenigen Personen, deren Gehalt die Jahresarbeits-Entgeltgrenze im Jahr 2010 von 49.950 Euro überstiegen hat, die aber zum Ende des Jahres 2010 die dreijährige Wartefrist noch nicht erfüllen, bereits zum Jahresbeginn 2011 versicherungsfrei werden und demzufolge in die PKV wechseln, heißt es in der Begründung zum Gesetzestext. Im Kern soll ein Wechsel in die PKV „zukünftig wieder nach einmaligem Überschreiten der Jahresarbeits-Entgeltgrenze möglich sein“, wie es in dem Gesetzentwurf heißt.

Sobald der Gesetzentwurf verabschiedet wird, werden umgehend Sie umgehend auf diesem Blog darüber informiert. Wenn Sie Informationen zur Privaten Krankenversicherung benötigen, vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin.
Weitere Informationen zur PKV finden Sie hier>>

Dr. Guido Kirner, Finanzplaner und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB

Fragen vor Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (PKV)

Sie möchten Privatpatient werden?

Sie sind mit den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zufrieden und sehen auch keine gute Zukunft für dieses System, welches seine Leistungen in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt hat und auch weitere Kürzungen vornehmen muss. Möglicherweise zahlen Sie bei ihrem Einkommen den Höchstbeitrag der GKV. Deshalb möchten Sie weniger Geld für eine bessere Versorgung ausgeben. Vielleicht sind Sie aber auch selbständiger Unternehmer, der selbst bestimmen möchte, welche Gesundheitsversorgung er sich wert ist.

Doch ACHTUNG, für einen Wechsel von der GKV in die PKV gibt es vieles zu bedenken:

– Wer darf sich überhaupt privat krankenversichern?
– Wenn ich einmal in der PKV bin, kann ich dann wieder in die Gesetzliche zurück?
– Was ist bei Gesundheitsfragen zu beachten?
– Was hat es mit den Altersrückstellungen auf sich?
– Müssen sich mein Ehepartner und meine Kinder auch privat versichern?
– Wie entwickeln sich die Beiträge im Alter?
– Wie wichtig ist die Beitragsstabilität?
– Woran erkenne ich gute und schlechte Krankenversicherungen?
– Sind mir bestimmte Gesundheitsbereiche besonders wichtig (z.B. Heilpraktiker, Naturheilkunde)
– Lege ich auf bestimmte Leistungen besonderen wert? (Leistungskataloge)
– Wie finde ich mich überhaupt zurecht im Tarif-Labyrinth?

Lassen Sie uns diese Fragen in Ruhe besprechen, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Meine Beratung verschafft Ihnen Klarheit über die jeweiligen Vor- und Nachteile der Gesetzlichen bzw. Privaten Krankenversicherung. Vielleicht möchten Sie auch in der Gesetzlichen bleiben und suchen nur nach einer privaten Zusatzversicherung (stationär, ambulant und Zahnzusatzversicherung).

Ein umfassendes Beratungsgespräch mit samt einem aktuellen Vergleich und Auswertung unterschiedlicher Tarife von den wichtigsten Krankenversicherungen ist für eine seriöse Beratung unerlässlich. Es ist schließlich Ihre Gesundheit; und wichtig ist, dass Sie auch noch in vielen Jahren mit ihrer Krankenversicherung zufrieden sind.
Dr. Guido Kirner, Finanzplaner & Versicherungsmakler, Weilheim i.OB
Sie möchten Antworten auf die o.g. Fragen?

Ich stehe mitten im Leben, worauf soll ich bei meiner Vorsorge achten? (Im Leben II)

Sie sind um die 40, haben Ehepartner und Kinder, der Job wirft ein gutes Gehalt ab, was sind nun die wichtigsten Punkte für ihre Finanzplanung?

Absicherung des Vermögens und der Arbeitskraft

Das wichtigste ist, sie sollten ein Abrutschen in Armut verhindern. Ihre Vermögenswerte sind durch Sachversicherungen gut abgesichert (Haftpflicht, Hausrat, Wohngebäude, Auto). Zur finanziellen Absicherung ihrer Arbeitskraft haben sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung in ausreichender Höhe. Falls Sie wegen Vorerkrankungen von Versicherern nicht genommen wurden, können über Alternativen nachdenken: z.B. eine Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread & Desease), eine sog. Grundfähigkeitsversicherung oder zumindest eine Unfallversicherung.

Wie geht es weiter, wenn Sie nicht mehr nach Hause kommen?

Der Hauptverdiener in der Familie sollte den Ehepartner bzw. Lebensgefährten sowie Kinder für den Todesfall mit einer Risikolebensversicherung absichern. Ehepaare können sich dabei wechselseitig „über Kreuz“ absichern, so dass Erbschaftssteuer im Versicherungsfall vermieden wird. Die Familie sollte nicht auf Schulden sitzen bleiben, für deren Zins und Tilgung sie alleine dann evtl. nicht mehr aufkommen kann. TIPP: Für diesen Fall lässt sich die Risikolebensversicherung auch parallel zum Tilgungsplan eines Darlehens annuitätisch fallend als Restschuldversicherung konzipieren. Dies spart zudem Beiträge im Vergleich zu einer gleichbleibenden Absicherungssumme.

Immobilie?

Eine selbstgenutzte Immobilie als Eigentum sollte für Sie zum Thema werden. Fangen Sie rechtzeitig mit Überlegung und Planung an und ziehen sich nicht erst einen Finanzierungsexperten zu Rate, wenn Sie überhastet ein bestimmtes Objekt kaufen wollen. Eine Immobilie als Sachwert zwingt Sie, einen Vermögenswert zu schaffen und sorgt für mietfreies wohnen im Alter. Abgesehen davon stellt die eigengenutzte Immobilie angesichts der ungewissen Finanzmärkte immer noch die solideste Investition dar, sofern Preis, Lage und die Finanzierung stimmen. Sollten Sie bereits Besitzer einer Immobilie sein, können Sie über eine vermietete Immobilie als Kapitalanlage nachdenken. Hier ist es noch wichtiger, dass die Rechnung aufgeht, zumal die Banken bei der Finanzierung dafür strengere Kriterien anlegen.

Altersvorsorge

Für die Altersvorsorge bleiben ihnen noch 25 – 30 Jahre. Wenn Sie jetzt nicht anfangen, etwas auf die Seite zu legen, wird es immer schwieriger noch mit bezahlbaren Beiträgen auf eine anständige Summe zu kommen. Sie dürfen auch mutig sein und einen Teil in Aktienfonds anlegen. Gerade Sparpläne streuen hier das Risiko über die Zeit (Cost-Average-Effect). Wie immer ist es am besten, wenn sie Investitionen für die Zukunft breit streuen: Immobilie, Fonds-Depot, Lebensversicherung. Ein guter Berater wird ihnen dabei die Vor- und Nachteile sowie steuerlichen Auswirkungen der verschiedenen Sparformen für ihre persönliche Situation darlegen und ein maßgeschneidertes Konzept entwerfen können: Riesterrente, Rüruprente, betriebliche Altersvorsorge (bAV), Bankdepot.

Krankenversicherung

Abrunden könnten Sie die Versorgungssituation, wenn sie sich und ihrer Familie eine Krankenzusatzversicherung gönnen. Entweder Sie wählen bestimmte Bereiche aus, die für sich am wichtigsten sind, oder wählen einen Kompakttarif: freie Krankenhauswahl und Chefarztbehandlung sowie Ein- oder Zweibettzimmer (stationär); Heilpraktiker, Naturheilkunde, Rezept- und Praxisgebühren, Sehhilfen usw. (ambulant); Zahnbehandlung und Zahnersatz. Wenn Sie nicht in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) nicht versicherungspflichtig sind und über eine private Vollkostenversicherung nachdenken, ist es unerlässlich einen guten Berater vor Abschluss einer Voll-PKV zu Rate zu ziehen. Auch hier gilt: Sparen an der falschen Stelle kann fatale Folgen haben.

Check-Up ihrer Verträge

Insgesamt ist ein vertrauenswürdiger Experte wichtig, mit dem Sie ihre gesamten Verträge überprüfen und an ihre gegenwärtigen Bedürfnisse anpassen. Die Welt ist nicht mehr so einfach, dass Sie alles alleine können. Erfahrungsgemäß hat sich bei Ihnen in den letzten Jahren beruflich und private viel getan und Sie hatten kaum Zeit, sich um alles ausreichend zu kümmern. Manches haben Sie einfach aufgeschoben. Gerade weil Sie gut für sich und ihre Familie vorsorgen möchten, sollten Sie einen seriösen Berater nutzen, der ihnen dabei hilft, ihre Vorsorgesituation im Rahmen des Möglichen zu optimieren.

Dr. Guido Kirner, Finanzplaner und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB
Sie möchten einen Experten zur Optimierung ihrer Vorsorge nutzen?