Die These vom Crack-Up-Boom

Thesen und Meinungen zu den Finanzmärkten und deren künftige Entwicklung gibt es viele; fast so viele wie die Anzahl der Experten, die sie äußern. Dabei wird zumeist mit unterschiedlichen Methoden von Szenarien der Vergangenheit auf die Zukunft geschlossen. Eine Methodendiskussion hierzu möchte ich nicht eröffnen.

Wichtig ist mir jedoch auf eine sehr gewagte Prognose aus dem April 2009 zu verweisen. Dabei handelt es sich um eine Stellungnahme der Zeitschrift Smart Investor, die sich auf den Ökonomen Ludwig von Mises beruft.

Zwei Gründe bewegen mich, die These vom Crack-Up-Boom bzw. der “Katastrophenhausse” in diesem Blog herauszustellen: zum einen scheinen sich erste Anzeichen zu bestätigen – insbesondere in der politischen Entwicklung; zum anderen wegen der katastrophalen Konsequenzen, die sich herumsprechen sollten und die ein Ökonom einer völlig anderen Schule (John Maynard Keynes) folgendermaßen bschrieben hat: “Es gibt kein feineres und kein sicheres Mittel, die bestehenden Grundlagen der Gesellschaft umzustürzen, als die Vernichtung der Währung.”

Denn zusammengefaßt läuft die Crack-Up-Boom-These darauf hinaus, dass wir auf eine letzte große Boomphase vor einem Crash zulaufen, bei dem nichts geringeres als die Währung selbst auf dem Spiel steht. Eine steigende Inflation in den nächsten (2-3?) Jahren wird ein wichtiges Signal sein, ob die These vom Crack-Up-Boom an Plausibilität gewinnt.

Lesen Sie selbst hier als PDF:  cub-smartinvestor

Dr. Guido Kirner, Finanz- und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB