Grundsätze soliden Investierens (von Hannes Peterreins)

Die meisten Menschen kennen nicht den Unterschied zwischen einem Trader und einem Broker, viele glauben an Börsengurus, Chartanalysen oder Investmentzeitschriften. Gar schillernd ist die Welt moderner Kaffeesatzleserei bzw. an Kristallkugeln im Glauben an vergangene Renditeerfolge oder Marktprognosen. Das meiste davon ist auf gut Deutsch bullshit.

Solides Investieren hat mehr mit Disziplin und Risikostreuung zu tun. Der Vermögensverwalter Dr. Hannes Peterreins hat dazu ein sehr gutes Buch geschrieben, dass zur Pflichtlektüre werden sollte. Auf S. 80 fasst er seine Grundsätze zusammen, die ich mir hier zu zitieren erlaube. Wer die Gründe und Argumente wissen möchte, kaufe und lese das Buch. Es wäre die geringste Investition, dafür aber von großem Nutzen. Je banaler die Ratschläge klingen, desto schwieriger sind sie zumeist umzusetzen bzw. durchzuhalten. Suchen SIe sich deshalb einen Fachmann, der Ihnen bei der Umsetzung dieser Grundsätze hilft.


1. Überlegen Sie sich, welche Ziele Sie mit Ihrer Geldanlage verfolgen
2. Minimieren Sie ihr Risiko
3. Der unsachgemäße Umgang mit Vergangenheitsdaten, insbesondere mit Charts, ist wertlos, häufig sogar gefährlich.
4. Kapitalmarktprognosen sind wertlos, häufig sogar gefährlich.
5. Sie können nicht erwarten, den Markt zu schlagen.
6. Minimieren Sie Gebühren!
7. Diversifizieren Sie ihr Vermögen!
8. Beachten Sie den Anlagehorizont Ihrer Vergleichsziele!
9. Risikomanagement
10. Bewahren Sie jederzeit eine innere Distanz.


Dr. Guido Kirner

Die Illusion der Berechenbarkeit

Ein anspruchsvoller Kunde

Vor einiger Zeit saß ich bei einem Kunden. Es sollte um eine Anschlussfinanzierung für sein Haus (und evtl. noch mehr) gehen. Schon am Telefon hatte er knapp aber deutlich darauf hingewiesen, er lasse drei bis vier Berater kommen und entscheide erst dann, mit wem er zusammenarbeiten wolle. Ich bedankte mich für seine offenen Worte und fuhr gespannt zum Termin.

Man merkte dem Mann an, dass er auf den Baustellen der Welt bei großen Projekten den Ton angegeben hatte und der Duktus seines Südbadischen Dialektes versprühte Autorität, die wenig Widerspruch duldete. Nach einem prüfenden Blick saßen wir in seiner rustikalen Essecke, ich mit einem Bleistift und einem Block, er hatte mehrere Ordner vor sich, die auf viel Arbeit für den Finanzberater schließen ließen.

Das Beste möglichst günstig

Zunächst machte er mir klar, für ihn zähle nur die beste Kondition; er habe als Bauingenieur hart gearbeitet und er könne es sich bei all den Steuern und Abgaben mit Frau und zwei Kindern nicht leisten, Geld zu verschenken. Noch nickte ich verständnisvoll und erwiderte, ich habe Möglichkeiten, sehr gute Konditionen anzubieten.

Was nun folgte war ein etwa halbstündiger Vortrag, was er von seinem künftigen Finanzberater alles erwarte: unter anderem präzise Voraussagen über die volkswirtschaftliche Entwicklung und damit einhergehend über die Zinsentwicklung. Auf meinen kurzen Einwand, dass sich diesbezüglich sogar die größten Experten ständig irrten, meinte er: zumindest wolle er klare Risikoanalysen, A-B-C-Szenarios usw., schließlich setze er diese für sein Projektmanagement auf den Baustellen auch ein.

Mein Eingeständnis

Nachdem ich mir dass alles in Ruhe angehört hatte, gab ich ihm zwei Dinge zu bedenken: Aufgrund meines Studiums wüsste ich, was er meine, jedoch hätte ich das für meinen jetzigen Beruf bisher nie gebraucht. Wenn er dies aber nutzen möchte, müsste er selbstverständlich auch bereit sein, mir dauerhaft ein Gehalt eines Ingenieurs seiner Güte oder etwa eines Chefvolkswirtes einer großen Bank zahlen. Letztere seien nämlich Experten für die Dinge, die er haben und nutzen möchte.

Ich sah den Mann nun zum ersten Mal baff erstaunt und etwas nachdenklich. Er hatte nämlich mit vielem gerechnet, wahrscheinlich dass ich mich verkäuferisch anbiedere und meine Vorzuge und Kompetenzen herauskehre. Doch ich machte das Gegenteil und untermauerte das noch einem zweiten Schritt.

Die Illusion der Berechenbarkeit

Denn ich gestand nun frank und frei, dass ich von all den Prognosen wenig halte, zumal die entscheidenden Krisen, Einbrüche und Zinsveränderungen in den seltensten Fällen von den bestbezahltesten Experten korrekt vorausgesagt wurden. Im Gegenteil: sie täuschten sich oft mehr als der normale gesunde Menschenverstand. Ich könne nur professionell dabei helfen, sich so gut wie möglich strategisch zu positionieren, um das Risiko für verschiedene Szenarios zu verringern.

Die Märkte sind kein Uhrwerk

Warum diese lange Vorgeschichte? Um zu verdeutlichen, selbst gut ausgebildete, sehr welterfahrene Personen täuschen sich über die Eigenschaft der Wirtschaft und Finanzmärkte. Nicht selten unterliegen sie hier ihrer eigenen beruflichen Prägung.  So wenig wie die Welt ein Uhrwerk ist, so wenig lassen sich Entwicklungen in Wirtschaft und Finanzmärkten sicher voraussagen, geschweige denn berechnen. Da hilft auch nicht der Gestus der Wissenschaftlichkeit in mathematischen Formeln. Wer dies behauptet, der belügt sich selbst oder lebt (als Professor, Gutachter, Volkswirt) einfach davon, dass er diese Illusion verkauft.

Mathematik, so hilfreich und wichtig sie für vieles ist, kann auch nur eine Zierde sein. Selbst nobelpreisbejubelte Modelle sind selten realistisches Abbild innerweltlicher Abläufe. Auch hier kommt es meistens anders als man denkt. Es hat für mein Weltverständnis etwas beruhigendes, wenn sich Politik, Gesellschaft, Wirtschaft – kurz die Menschen in ihren chaotischen, unendlich mannigfaltigen und widerstrebenden Bemühungen nicht in mathematische Modelle einfangen lassen. Und das gilt auch für das Geld der Menschen und die Märkte auf denen sie handeln, erst recht für die Börse.

Was ein “Chef-Anlage-Architekt” bestätigt

Eine Überschrift der gestrigen Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ 30.04.2010, S. 23) im Finanzmarktteil gibt mir recht: „Anleger unterliegen der Illusion mathematischer Korrektheit.“ Im Artikel wird weitgehend der „Chief Investment Architect“ – Titel gibt es! – der feinen Privatbank Pictet und Cie aus der französischen Schweiz zitiert. Unter anderem heißt es: „Eine Unzahl von Strategen und Analysten befassten sich mit den Märkten, erarbeiteten Unmengen an Studien, um zu Prognosen zu kommen, und doch seien die Resultate der Analysten und draus resultierenden Anlageempfehlungen fast immer falsch.“

Leider habe ich einen potentiellen Kunden verloren, weil ich offen gestand, dass ich seine Erwartungen nicht erfüllen könne. Ich hoffe, er hat den Berater seiner Wünsche gefunden, irgendwie war mir dieser Mann sogar sympathisch. Ich hatte wenigstens eines: Ich bin mir treu geblieben und habe offen gesagt, was ich denke. Das ist meine Pflicht. Und hier ist es wie bei guten Ärzten oder Ingenieuren. Das Eingeständnis, etwas nicht zu wissen, kann heilsamer bzw. solider sein als die Operation bzw. der Bau auf Grundlage von Scheinwissen.

Dr. Guido Kirner, Finanzplaner und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB

Renditegier und Verlustangst – Versuch zu einer Schieflage bei Investmententscheidungen

Drei Beispiele und eine Gemeinsamkeit

Was haben das Betrugssystem von Bernard Madoff, die Banken- bzw. Finanzkrise der letzten Jahre und das Parken von Geld auf isländischen Tagesgeldkonten von Kleinanlegern gemeinsam?
Es ist das Nichtbeachten der möglicherweise einzigen unerschütterlichen Wahrheit beim Investieren in Kapitalanlagen: höhere Renditen ohne erhöhtes Risiko gibt es nicht! Wenn sich diese Wahrheit immer wieder bestätigt, weshalb lassen sich dann nicht nur Kleinanleger, sondern auch Millionäre, erfahrene Vermögensverwalter, Bankvorstände, Ratingagenturen – kurz, warum lassen wir uns alle immer wieder täuschen bzw. weshalb täuschen wir uns selbst?

Der Fall Madoff

Bernard Madoff hat seine Anleger um die schier unglaubliche Summe von 50 Milliarden Dollar betrogen. Er gehörte zum Establishment der Wallstreet, hatte Einfluss und gute Beziehungen. Wie zumeist in solchen Fällen verfügte er wohl auch über persönliche Anziehungskraft. Zudem investierten ja so viele angesehene Leute in seine Fonds, so dass man froh sein durfte, dabei zu sein. Schließlich das wichtigste: sein System schien zu funktionieren. Angestrebt wurden ca. 8% mit geringen Schwankungen und null Risiko. Das ging auch eine Weile gut und sprach sich herum. Doch diese Renditen wurden eben nicht durch ein komplexes Computersystem erreicht, welches keiner verstand außer dem genialen Madoff selbst; es funktionierte – wie immer bei diesen Schneeballsystemen – durch den steten Zufluss von Kapital durch Neukunden, dass dann als Rendite an die Altkunden ausgeschüttet werden konnte. (vergleichbar dem Skandal in Deutschland um die Göttinger Gruppe u.a.). Hohe Renditen bei null Risiko? Der gesunde Menschenverstand muss bei sehr intelligenten und betuchten Leuten einfach ausgesetzt haben.

Banker und Finanzkrise

Kommen wir zu unseren Bankern. Hier wurden Milliarden in Kreditderivate investiert, welche die Bankvorstände nach eigenen Aussagen oft selbst nicht verstanden. Immerhin führten Sie damit das Finanzsystem an den Abgrund. Jede Bank hatte bestimmt ihre eigenen Gründe. Einer der wichtigsten aber wird gewesen sein: die anderen Banken machen das auch und so müssen wir ebenfalls dabei sein. Ferner bestätigten führende Ratingagenturen die Unbedenklichkeit dieser Produkte (was machen die eigentlich?). Auch hier winkten ein paar Prozent mehr Rendite zu vermeintlich geringem Risiko. Also leiht man sich am besten noch Geld zu niedrigerem Zins – wie unsere Landesbanken – und investiert in diese strukturierten Finanzprodukte, die heute als Finanzgiftmüll bezeichnet werden. Es ist noch nicht aufgeklärt, was hier eigentlich die Geister geritten hat. Das alles wirkt so, wie wenn man über der Kurvendiskussion das kleine Einmaleins vergessen hätte. Auch hier hat sich bestätigt: höhere Renditen, höheres Risiko.

Der Zins in Island

Sprechen wir aber nicht nur von Derivatehändlern, Verkaufsbetrügern, Bankern, Investmentgurus, die alle dem gleichen Fehlurteil erlagen, obwohl sie Investmentprofis sind. Sprechen wir von uns: dem Kleinanleger, der für sich am Ende der Informationskette auf den Finanzmärkte ebenfalls den größten Vorteil sucht. Wieso kommen deutsche Bürger dazu ihr Geld bei der Kaupthing Bank auf einer Insel anzulegen, von der sie wahrscheinlich nicht viel mehr wissen, als dass für ihre Ponys und vulkanischen Aktivitäten berühmt ist. Der Grund ist auch hier – wir ahnen es schon: der Glaube an etwas mehr Rendite ohne erhöhtes Risiko.

Gier und Angst

Wieso erliegen Profis wie Laien immer wieder demselben Fehlurteil? Meine Vermutung ist folgende: Es sind zwei Faktoren, die ungleich auf unsere Entscheidung wirken und aufgrund ihrer Schieflage zu einer Fehleinschätzung führen, und zwar nicht selten wider besseres Wissen: zum einen ist da die schlichte Gier, mehr aus meinem Geld machen wollen, sei es aus Angst eine vermeintlich günstige Gelegenheit zu verpassen, sei es um besser zu sein als die Anderen oder sei es gerade deshalb, weil viele andere es auch machen. Sowohl der Konformismus als auch das Avantgardegefühl verschafft innere Befriedigung. Dagegen spricht ein weiteres Gefühl, das ebenfalls eine Rolle für unsere Anlageentscheidungen spielt: die Angst vor Verlusten. Wahrscheinlich ist dieses Gefühl im Entscheidungsmoment zu abstrakt, zu weit weg und wird von Argumenten weggewischt, die unser Gemüt zu finden sucht, um seine Gier zu rechtfertigen. Das Haben-Wollen, egal ob in Vorstandsetagen oder Wohnzimmern ist wichtiger als wir glauben, schließlich prägt es uns seit unserer Kindheit. Es wird von guten Verkäufern entsprechend befriedigt.

Die emotionale Finanzentscheidung

Wieso ist hier so viel von Gefühlen und so wenig von rationalen Entscheidungen die Rede, schließlich geht es doch um nüchterne Finanzentscheidungen. Gerade das ist der Irrtum. Wir kaufen und investieren nicht mit klarem Verstand und nüchternem Kalkül. Wir rechtfertigen damit nur unsere Gefühlsentscheidung. Und so manches finanzmathematische hochkomplexe Modell dient wohl nicht selten mehr als Fassade für Rationalität und Wissenschaftlichkeit, wobei es eigentlich um die Legitimation von Bauchentscheidungen handelt.

Die Schutzfrage (statt Schutzbehauptung)

Keiner ist vor Fehlspekulationen gefeit. Sie gehören zum Leben. Ein guter Schutz ist ein gesundes Misstrauen, wenn Versprechungen gemacht werden, von denen man wissen sollte, dass ihre Erfüllung eigentlich unmöglich ist. Dazu gehört das Versprechen von hohen Renditen mit geringem oder gar keinem Risiko. Wenn wir davon hören, sollten wir zum Selbstschutz immer die eine Frage stellen: Woher kommen die höheren Renditen und wie werden sie erwirtschaftet? Wenn wir die Antwort nicht verstehen oder uns nicht plausibel erscheint, sollten wir die Finger davon lassen.
Dr. Guido Kirner, Finanzplaner und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB

Was ist vom “wissenschaftlichen” Depotcheck zu halten?

Was ist davon zu halten, wenn Finanzvertriebe, Banken oder Medien dazu aufrufen, sein Depot nach wissenschaftlichen Methoden „checken” zu lassen. Eine unabhängige Beratungsfirma für Investments würde dann ihre Investitionsentscheidungen prüfen und Ihnen das Resultat mitteilen. Kann das funktionieren?

Zunächst einmal sollten Sie misstrauisch sein, ihre Vermögensverhältnisse und damit schutzrelevante Daten irgendwelchen Menschen anzuvertrauen, die sich nicht kennen. Sofern Ihr Name und Adressen erfragt werden, sollten Sie überlegen, ob es sich hier nicht einfach um „Adressenfang” handelt, d.h. eine Firma erhält über den Fernsehsender eine Menge Anschriften, Mails oder Telefonnummern, die als potentielle Kunden wahrgenommen werden.

Depot-Analyse

Wenn Sie aber ihre Depotdaten eingesendet haben, was passiert dann damit? Offen gesagt ich weiß es nicht; der gesunde Menschenverstand sagt mir aber folgendes: Bestenfalls erhalten Sie irgendwann einen schicken Ausdruck mit Begriffen aus dem us-amerikanischem Bankerslang, Kurven und Bildchen, aus dem hervorgeht, dass Sie nicht das optimale Risiko-Rendite-Verhältnis haben. Möglicherweise wird ihnen erklärt, dass Sie Ihr Depot nach den wissenschaftlichen Methoden der Portfoliotheorie des Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz(1) ausrichten sollten. Vielleicht sind Sie nun beeindruckt, fühlen sich als Laie und vereinbaren einen Termin.

Markovitz

Spätestens wenn dieser Name Markovitz mit gewichtigem Ton und hochgezogenen Augenbrauen des Beraters ins Spiel gebracht wird, um Sie zu beeindrucken, sollten Sie sich den Spaß gönnen und folgendes tun. Freuen Sie sich darüber, dass endlich jemand wissenschaftlich an das Thema geht und dazu noch mit einem Nobelpreisträger im Hintergrund. Bitten Sie ihn, alle Aktien und alle Werte in den Fonds zu analysieren und ausrechnen, wie es besser gemacht werden sollte, um das optimale Rendite-Risiko zu erhalten. Dazu solle er die möglichen Kapitalwerte aller Teilprojekte in ihrem Erwartungswert und Standardabweichung ermitteln. Dann würde Sie gerne wissen, welche Risikominimierung sich über den Diversifikationseffekt der projektspezifischen Kennzahlen erreichen ließe. Dabei soll er ihnen die informatorischen Voraussetzungen für Sigma als Risikoindikator erläutern.

Sie haben nichts verstanden? Macht nichts. In 99 % der Fälle hat ihr Berater auch nichts verstanden und wird in Zukunft vorsichtiger mit Namen um sich schmeißen, von deren Theorie er auch nichts versteht. Ist der Berater schlagfertig, wird er darauf verweisen, dass diese komplexen Berechnungen sich in der Kürze der Zeit heute nur noch mit dem Computer simulieren lassen und genau das habe er vor.  Dann liegt der Balls wieder bei ihnen. Jetzt stellt sich heraus ob Sie naiv wissenschaftsgläubig sind oder ob ihren Berater einfach nur aus anderen Gründen sympathisch und vertrauenswürdig finden. Vielleicht können Sie Ihn noch fragen, weshalb trotz dieser Theorie so viele Verluste ganz großer Experten nicht verhindert werden konnten.

Ferner sollten Sie wissen: Markovitz hat sein eigenes Geld angeblich auch nicht nach seiner eigenen Theorie angelegt. Der Informations- und Berechnungsaufwand war vor dem Computerzeitalter dazu auch viel zu hoch. Er gebrauchte die 1:N-Methode, d.h. ganz einfach: Verteile dein Geld gleichmäßig auf jeden von N Fonds. Hierbei kann ihnen auch heute noch ein guter Berater behilflich sein. Sie sollten zusammen mit ihrem Berater die Schwankungsbreiten der Börsenkurse verschiedener Anlageklassen, den zeitlichen Anlagehorizont ihres Investmentvorhabens auf ihre Risikoneigung und persönlichen Lebensumstände abstimmen. Ein guter Berater wird Ihnen immer auch die Frage stellen, mit welchen Verlusten sie noch gut schlafen können.

Was Sie aber ganz bestimmt nicht brauchen, ist eine Massenanalyse von Depots über einen Fernsehsender nach vermeintlich aktuellen wissenschaftlichen Methoden.

(1)Markovitz, Harry M. (1952): Portfolio Selection; Journal of Finance, Vol. 7, S. 77-91; ders. (1959) Portfolio Selection, New Haven / London.

Dr. Guido Kirner, Finanzplaner & Versicherungsmakler, Weilheim i.OB