Libysch-italienisch-bayerische Bank

In jeder besseren Stadt Bayerns (so auch in unserem schönen Weilheim in Oberbayern) gibt es (zumeist in bester Lage) eine Filiale der HypoVereinsbank (HVB), ehemals bayerische Vereinsbank. Viele Bayern sind Kunden dieser Bank. Der älteste Zweig lässt sich sogar auf die Hochfürstlich-Brandenburg-Anspach-Bayreuthische Hofbanco zurückführen. (hier mehr>>)

Sie steht nach wechselvoller Geschichte u.a. in der Tradition der bayerischen Staatsbank, der bayerischen Hypotheken- und Wechselbank und vieler anderen Banken, die fusionierten. 1998 entstand die bayerische Hypo- und Vereinsbank. Bis 2002 wurde noch die österreichische Bank Austria Creditanstalt einverleibt, die u.a. eine bulgarische und serbische Bank kaufte.

Doch die Bank wuchs nicht nur, es wurden auch Sparten abgespalten, zumindest der Immobilienfinanzierer der Bank. So entstand die Hypo Real Estate, welche in der Finanz- und Bankenkrise der letzten Jahre zum großen Sorgenkind avancierte. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Hypo- und Vereinbsank wurde nun zwischen 2006-2008 in mehreren Phasen italienisch, nämlich zur Tochter der UniCredit Group. Dieser ehrenwerten Mailändischen Großbank wurde das zweifelhafte Glück zuteil, dass sich ein ein gewisser Muammar al-Gaddafi mittels eines Staatsfonds und der Libyan Foreign Bank an der UniCredit beteiligte.

Gaddafi ist von Beruf Diktator und Staatsschauspieler in Libyen, der sich aktuell blutig weigert, seine Stellung aufzugeben, weil das Volk ihn nicht mehr haben will.

Nun habe ich zwei Fragen? Wem gehören eigentlich die libyschen Anteile, dem Volk oder dem Dikator? Und wissen die Kunden der einstigen HVB eigentlich, wo sie ihr Geld anlegen?

Dr. Guido Kirner, Finanzberater und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB