Wichtige Neuerungen 2011: Gesundheit, Steuern, Geldanlage, Sozialversicherung

Wichtige Änderungen 2011: Gesundheit, Steuern, Sozialversicherung, Geldanlage

Gesundheit

Ein gesetzlich Versicherter, der sich beim Arzt wie ein Privatpatient behandeln lässt, kann die Rechnung bei der Krankenkasse zur Erstattung einreichen. Die Entscheidung für die Kostenerstattung war bisher ein Jahr binden, nunmehr gilt sie nur noch drei Monate.

Ferner kann ein GKV-Versicherter auf Wunsch ein teureres Medikament bekommen, muss aber für die Mehrkosten selbst aufkommen.

Der Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) wird für Besserverdiener ab einem Monatseinkommen von 4.125 Euro (Versicherungspflichtgrenze) einfacher. Die Wartezeit wurde von drei Jahren auf ein Jahr verkürzt.

Steuern

Die Lohnsteuerkarte wird nicht mehr durch ein neues Exemplar ersetzt und hat grundsätzlich ausgedient. Stattdessen wird in mehreren Stufen auf ein elektronisches Verfahren mit dem Namen Elstam umgestellt.

Das Arbeitszimmer kann wieder bis zu 1.250 Euro für jene abgesetzt werden, die regelmäßig zu Hause arbeiten, und zwar dann, wenn für die berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dies gilt sogar rückwirkend zum 01.01.2007. Dies ist die Folge eines Bundesverfassungsgerichtsurteils, dass eine strengere Regelung kippte.

Elektrischer Strom wird teurer. Die Energieversorger begründen die Erhöhung mit der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2,047 Cent auf 3,53 Cent je Kilowattstunde. Mit dem Geld wird die Gewinnung regenerativer Energien wie Solarstrom (Photovoltaik) gefördert. Dadurch gibt es Preisaufschläge bis zu 14,4 Prozent.

Auch Flugreisen werden teurer, und zwar wegen der „ökologischen Luftverkehrsabgabe“. Fluglinien müssen nun für jeden Passagier nach Entfernung gestaffelt zahlen: bis 2500 km 8 Euro, bis 6000 km 25, Langstreckenflüge 45 Euro.

Die vollkommene Gleichstellung eingetragener Lebenspartner ist im Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuerrecht nunmehr vollzogen. Auch im Grunderwerbssteuerrecht sind gleichgeschlechtliche Paare mit „Trauschein“ mit Ehegatten gleichgestellt.

Haushaltsnahe Dienstleistungen bzw. Handwerkerleistungen, die bereits öffentlich gefördert werden, z.B. durch KfW-Kredite, können nicht mehr bei der Steuer geltend gemacht werden. Damit sollen Doppelförderungen ausgeschlossen werden.

Die Grunderwerbssteuer kann seit der „Föderalismusreform I“ von 2006 durch die Bundesländer eigenständig festgesetzt werden. Zumeist liegt sie weiterhin bei 3,5 Prozent. Nach Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt haben nun aber auch Brandenburg (künftig 5 %), Bremen und Niedersachsen (4,5 %) und das Saarland (4 %) die Zwangsabgabe auf den Erwerb von Häusern, Grundstücken und Eigentumswohnungen inkl. dazugehöriger Bauleistungen angehoben.

Ehrenamtliche Vormünder, rechtliche Betreuer und Pflegschaften können seit diesem JAhr eine Steuerbefreiung für Aufwandsentschädigungen bis zu 2.100 Euro im Jahr beanspruchen. Bisher waren es nur 500 Euro.

Die Umsatzsteuerpflichtige müssen ihre Jahreserklärung für 2011 und die Folgejahre elektronisch an das zuständige Finanzamt übermittelt werden.

Geldanlage

An Geldautomaten fremder Geldinstitute wird ab Mitte Januar die Gebührenhöhe auf dem Display angezeigt. Privatbanken wollen nur noch höchstens 1,95 Euro berechnen. Sparkassen und Volksbanken wollen später nachziehen.

Spareinlagen sind vom 31.12.2010 an gesetzlich bin zu 100.000 Euro abgesichert. Bislang lag die Grenze bei 50.000 Euro. Bei Insolvenz der Bank erhalten die Kunden binnen 30 Arbeitstagen (bisher bis zu drei Monaten) ihr Geld bis zur Höchstgrenz zurück.

Sozialversicherung

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung steigt von 2,8 auf 3,0 Prozent. Er wird zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen.

Auch der Beitragssatz zur Krankenversicherung (GKV) steigt, und zwar von 14,9 auf 15,5 Prozent. Die Beitragslast wird ungleich verteilt: 8,2 Prozent vom, vom Bruttoeinkommen entfallen auf den Arbeitnehmer; 7,3 Prozent für den Arbeitgeber. Für letztere wird der Satz bei diesem Stand eingefroren.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sinkt bundeseinheitlich von 3.750 Euro auf 3712,50 Euro Monatseinkommen (wie kann man sich auf solch bescheuerte Zahlen einigen?). All jene, die mehr verdienen, zahlen für darüber liegende Einkommen keine Mehrbeiträge

3 thoughts on “Wichtige Neuerungen 2011: Gesundheit, Steuern, Geldanlage, Sozialversicherung”

  1. Ich habe diesen Blog über Google entdeckt und es trifft auch genau den Themenbereich, wonach ich gesucht habe. Wie habt Ihr die Site optimiert, wenn ich mal so frech sein darf, zu fragen? Bei diesen Suchergebnissen muss auch Euer Traffic ganz nennenswert sein. Kann man da schon davon sprechen, dass man merkt, dass die Mühe sich lohnt? Beste Grüße

    1. Vielen Dank für die Blumen. Es erfolgt keine spezielle Optimierung ausser SEO. Der Blog ist das Werk eines Einzelnen und reiner Idealismus bzw. Spass am Schreiben. Bleiben Sie dem Blog treu und ich freue mich, wenn sie Ihre Meinung als Kommentar hinterlassen. Beste Grüße GK

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.