Absicherung der Hinterbliebenen – Risikolebensversicherung

Statistisch sterben rund 10 % der Männer und Frauen vor dem 65. Geburtstag in Deutschland. Von den jährlich ca. 1,2 Millionen Todesfällen sterben 1,5 % sogar vor dem 45. Lebensljahr. Der Todesfall kann für die Hinterbliebenen zum Albtraum werden. Oft haben die Menschen viele Versicherungen, aber die Absicherung bei langer Krankheit, Berufsunfähigkeit und Tod ist gering. Was passiert, wenn Vater und/oder Mutter auf einmal nicht mehr nach Hause kommen? Ein Einkommen fällt weg. Wer zahlt die Miete, die Lebenshaltungskosten, die Hypothek, für die Kinder usw., wenn ein Einkommen wegfällt? Das sind keine angenehmen Fragen. Deshalb werden si oft verdrängt. Für vieles war gesorgt, nur dieser Fall war nicht vorgesehen; und nun droht der finanzielle Abstieg.

Versorgungssituation

Sofern jemand überhaupt Ansprüche hat, ist die Absicherung aus der Gesetzlichen Rentenversicherung mager. So muss ich jede Witwe gegenwärtig mit weniger als 600 € Hinterbliebenenrente im Monat zurechtfinden. An über eine Million überweisen die Versicherungsträger sogar unter 400 €. Dabei ist Abhilfe ebenso einfach wie günstig: der Abschluss einer Risikoöebensversicherung.

Versorgungslücke Hinterbliebene

Die Risikolebensversicherung

Der Beitrag der Risikolebensversicherung (RLV) bemisst sich nach Höhe der Absicherungssumme, dem Alter, dem Gesundheitszustand, und der Dauer. Enorme Beitragsunterschiede ergeben sich daraus, ob jemand Raucher oder Nichtraucher ist. Je nach Höhe der Versicherungssumme reicht die Beantwortung der Gesundheitsfragen im Antrag oder es muss ein ärztliches Attest eingeholt werden (zumeist ab 200-250.000 €).
Welche Absicherungshöhe für Sie sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit ihrem Berater und richtet sich nach ihren Lebensumständen (Einkommen, Lebensstandard, Hypotheken, Darlehen, Kinder, Erwerbsmöglichkeiten des Hinterbliebenen usw.)

Beiträge können gespart werden, wenn nicht nur eine gleichbleibende Versicherungssumme vereinbart wird, sondern eine linear oder annuitätisch fallende. Gerade letzteres eignet sich hervorragend zur Absicherung einer Immobilienfinanzierung, damit die Hinterbliebenen nicht auf den Schulden sitzen bleiben.

Der Reutlinger Finanzanalytiker Volker Looman (FAZ 11.07.2009: S. 18) erwähnt, dass die Bereitschaft für diese wichtige Absicherung eher gering ist: Männer hätten keine Lust, für Dinge zu bezahlen, in deren Genuss sie niemals kommen können, und die Versicherungsvertreter erhielten für eine RLV so wenig Provision, dass sich der Aufwand für Sie nicht lohne. Deshalb fordert er: „der Gesetzgeber solle überlegen, die Hinterbliebenen-Versorgung gesetzlich vorzuschreiben.“

Sie möchten jetzt für ihre Hinterbliebenen vorsorgen?
Dr. Guido Kirner, Finanzplaner und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB

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