Entlastungen und Änderungen 2010

Für das Jahr 2010 hat es wichtige Änderungen gegeben, insbesondere aus dem Bürgerentlastungsgesetz und Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Selbstverständlich informiere ich Sie nach dem mir bestmöglichen Kenntnisstand, übernehme daraus aber keine Haftung. Auch besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen sollen Ihnen lediglich dazu dienen, sich genauer bei ihrem Steuerberater zu informieren.

Familien

Die Kinderfreibeträge werden für den Veranlagungszeitraum für jedes Kind von 6.024 € auf 7.008 € erhöht. Gleichzeitig steigt das Kindergeld ab 01.01.2010 für jedes Kind um 20 €.
Erbschaftssteuer
In der Steuerklasse II werden 2010 die Erbschaftsteuersätze von 30-50 % auf 15-43 % abgesenkt. Dies führt zu einer Entlastung insbesondere der Übertragung zwischen Geschwistern und Geschwisterkinder.

Faktorverfahren bei Steuerklassen

Ehepaare hatten bisher nur die Möglichkeit der Steuerklassenkombination III/V bzw. IV/IV. Ab 2010 gibt es die Möglichkeit, Steuerklasse IV mit einem Faktor eintragen zu lassen, der zu einer Steuerminderung führt. Damit soll ein Anreiz für den geringer verdienenden Ehepartner geschaffen werden, eine steuer- und sozialversicherungspflichtige Arbeit aufzunehmen, was sich bisher in manchen Fällen aus steuerlich kaum rentiert hat.

Unterhaltsleistungen

Der Höchstbetrag für abziehbare Unterhaltsleistungen an gesetzlich Unterhaltsberechtigte und ihnen gleichgestellte Personen gem. § 33 a Abs. I EstG wird von 7.680 € auf 8.004 € für den Veranlagungszeitraum 2010 angehoben. Zudem sind ab diesem Jahr die Beiträge zu einer Basiskranken- und Pflegeversicherung für die unterhaltene Person abziehbar.

Grundfreibeträge

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt mit diesem Jahr von bisher 7.834 € auf 8.004 € für Singles und von 15.669 € auf 16.009 € für Ehepaare. Der Eingangssteuersatz wird von 15% auf 14% gesenkt.

Krankenversicherung

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung waren bisher nur im Rahmen von Höchstgrenzen zusammen mit anderen Vorsorgeaufwendungen abziehbar. Die Höchstbeträge werden auf bis zu 2.800 € erhöht. Darüber hinaus werden künftig alle Krankenversicherungsbeiträge des Steuerpflichtigen auf dem Absicherungsniveau der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung voll abziehbar. Versicherte in der Privaten Krankenversicherung, die ein höheres Versorgungsniveau haben, können sich die Absetzbarkeit ihrer Beiträge für ihren jeweiligen Tarif mitteilen lassen. Voll absetzbar sind mindestens die Beiträge für eine Basiskranken- und Pflegeversicherung.

Rürup-Rente (Basisrente)

Im Jahr 2010 sind 70% der Beiträge zu einer Basisversorgung im Alter steuerfrei gestellt. Dies betrifft die Beiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung, in berufsständige Versorgungswerke und in die sog. Rürup-Rente bzw. Basisrente. Für Letztere wurde 2009 (analog zu Riester-Rente) eine Zertifizierungspflicht eingeführt.
Zusammenstellung: Dr. Guido Kirner, Finanzplaner und Versicherungsmakler, Weilheim i.OB
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